Fotografische Vorlieben

Beim Betrachten meiner Fotos fällt mir mehr und mehr auf, dass ich eine ausgeprägte Vorliebe für den 'Fujifilm-Velvia-Look' habe.

Meinstens arbeite ich mit Belichtungsreihen oder dem Kamera HDR-Einstellung, um einen möglichst großen Dynamikumfang zu erzielen - und dann packe ich in Adobe Lightroom noch eine Schippe Farbe und Sättigung drauf. Das Ergebnis sind quietschblaue Himmel und satte Wiesen. Ok - nicht jedermanns Geschmack - aber mir gefällt's ;-)

Nein, ernsthaft. Das ist tatsächlich ein gewisses Dilemma. Seriöse Fotografie der alten Schule bemüht sich um die gekonnte Abbildung der Realität, ggf. mit einem künstlerischen Touch - aber auch nicht mehr. Von mehrfach gestaffelten Bildbearbeitungsorgien also weit entfernt.

 

Doch was gefällt mir? Was möchte ich mit meinen Fotos ausdrücken?

 

In der Regel ein heiteres, sonniges, buntes und positives Lebensgefühl - ganz einfach! Nach meinem Verständnis muss das Bildergebnis somit etwas lauter und farbenfroher sein als die Realität. Deshalb auch meine Überzeichnungen per Software.

 

Bei Portraits geht das natürlich nicht. Da stehen schmeichelnde Hauttöne im Vordergrund.

 

Bei Event-Aufnahmen wird es dann schon wieder ambivalent. Auf der einen Seite gilt es die ausgelassene Partystimmung zu vermitteln, auf der anderen Seite müssen auch hier die Hauttöne stimmen. Das ist wirklich schwierig und oftmals nur mit einem Kompromiss zu lösen.

 

Hier z.B. stehen die ausgelassene Stimmung und Freude der Mädels im Vordergrund - weniger die korrekten Hauttöne.

Selbst die verwackelten Geisterbilder unterstreichen eher die Dynamik der Szene als sie technisch zu schmälern.

Im Hintergrund dominieren knallige Farbtöne in verwaschenem Gelb und man erahnt die Atmoshäre des Raumes.

Auch das verpönte Bildrauschen an einigen dunklen Stellen, unterstreicht eher die ausgelassene  Partystimmung.