360° Panorama Portal

In meinem Panorama-Forum hat ein ausgesprochen guter Panoramafotograf einmal den Satz geäußert:“ Panoramafotografie ist wie ein Marathonlauf!“

 

Der Mann hat ja so etwas von recht! Kein Tag vergeht ohne neue Ideen, Innovationen und Verbesserungen beim Workflow. Nachdem ich meine Reise-Panorama-Hardware nun um ein super leichtes Dreibein-Stativ und einen Nivellierkopf erweitert habe, hat sich die gesamte Bild-und Bearbeitungsqualität signifikant verbessert!

 

Die lästigen Stitching-Fehler (also sichtbare Schnittstellen zwischen den einzelnen Fotos) treten so gut wie gar nicht mehr auf und erleichtern dadurch die Bildbearbeitung enorm. Die Bearbeitungszeit eines einzelnen Fotos hat sich somit (Stand November 2018) von anfangs 30-40 Minuten auf nunmehr 15-20 Minuten reduziert.

 

Einen weiteren Fortschritt gab es gestern! Mein übliches Präsentationsmedium Google-Fotos ist für Panoramafotografien nicht wirklich optimal. Die Ladezeit ist lange, gelegentlich treten Bildfehler auf und auf manchen Endgeräten funktioniert die Darstellung gar nicht.

 

Umso glücklicher war ich, als ich von einem Panorama Fotografen einen ausgesprochen hilfreichen Hinweis bekam. Es geht um das Portal Roundme, welches speziell für 360° Panorama Fotografen geschaffen wurde. Es können auch tatsächlich nur 360° Panoramen präsentiert werden – diese aber sehr ansprechend! Auch ist es möglich, eine virtuelle Tour zu generieren und sogar mit kleinen Fotos und Hintergrundgeräuschen zu schmücken.

 

Meine ersten Gehversuche sind hier zu sehen: https://roundme.com/tour/331505/view/1097967/ https://roundme.com/tour/331187/view/1096686/. Das alles ist ohne große Einarbeitungszeit oder zusätzliche Software machbar!

 

Ich persönlich finde die Untermalung von schönen 360° Panoramen mit einer ansprechenden Hintergrundmusik, Stimmen oder Naturgeräuschen atmosphärisch wesentlich dichter als ohne. Deshalb freue ich mich sehr über dieses Nischen-Portal und werde zukünftig alle meine Panoramen dort präsentieren.

 

Die perfekte ausrüstung

Ich schätze, seit den ersten Gehversuchen in Sachen Panoramafotografie sind nun schon gut 1,5 Jahre vergangen.

Meine ersten Aufnahmen habe ich - ohne den obligatorischen Nodalpunktadapter - mit einer Lotschnur um das Objektiv und das Stativ auf einen Punkt am Boden drehend, gemacht. Die Stitchingfehler waren heftig - logisch.

Dann kam der erste Nodalpunktadapter - den ich übrigen noch heute verwende - auf einem wackeligen Kunststoffstativ. Alles sehr leicht - aber leider auch komplett instabil. Instabil ging es mit dem Einbeinstativ mit Standspinne weiter. Hier lag der Schwerpunkt so weit oben, dass das Stativ nach dem Aufbau noch endlos nachschwang, bei Wind gar nicht zu verwenden.

Dann kam der erste Panoramakopf mit Nivellierteller, einem sehr leichten (aber brauchbaren) Neomax 260 Cullman Stativ dazu und die Ergebnisse wurden signifikant besser. Alles stand leidlich stabil, die Nivellierung klappte (dank Nivellierteller) super schnell und die ganze Sache war klein und transportabel.

Dann entdeckte ich ein sehr leichtes Carbon-Stativ von Rollei, mit dem gleichen Packmaß wie die o.g. Lösung - und knapp 300gr. leichter! Allerdings müßte ich auf den Nivellierteller verzichten, welcher jede Geländeunebenheit mit zwei Handgriffen ausgleicht. Gewicht gegen 30 Sek. Nivellierarbeit an den Stativbeinen, das war die Frage. Ich entschied mich für Letzteres!

Zwar muss ich Geländeunebenheiten jetzt (wie früher) mit den Stativbeinen ausgleichen, dafür habe ich jetzt ein super stabiles Carbon-Stativ mit 38cm Packmaß und knapp 300gr. weniger zu schleppen. Die ersten Bildergebnisse waren jedenfalls sensationell gut! Liegt vielleicht auch an der neuen PTGui 11er (Software) Version, die auch größere Unterschiede in den Ausgangsfotos souverän verarbeitet.

Den krönenden Abschluss gab dann meine neue Panasonic Lumix TZ202 mit einem 1" Zoll Sensor und Leica Objektiv. Die Brennweite von 18-360mm deckt alle Bereiche des fotografischen Alltags ab und die Bildqualität ist wirklich sehr gut!

Das ganze in meinem Canon-Slingbag untergebracht - meine perfekte Ausrüstung für die kommenden Jahre. Meine alte Samsung NX1000 ist mittlerweile ein Museumsstück, der APS-C Sensor muss ich aber auch heute noch hinter keinen neuen Kamera verstecken, wenigstens nicht bis ISO 1.600. Da ich meine Panos immer mit ISO 100 mache, sowieso kein Thema. Die Bildergebnisse aus der NX1000 sind jedenfalls richtig gut!